Dauerhaftigkeit der Messiegruppenteilnahme

es scheint zuweilen die Erwartung bei Angehörigen und einigen Betroffenen zu bestehen, das nur wenige Male die Gruppe besucht werden muss und dann könnte man die Wohnung aufräumen. Dem ist nicht so! Selbst wenn man mit einer Kraftaktion die Wohnung aufgeräumt hat, ist sie in kurzer Zeit wieder vollgestellt. Und das deshalb, weil die Gründe für diese ungewollten Handlungen nicht verändert worden sind. Diese Gründe können zwar im Einzelnen durch bestimmte Lebenserfahrungen unterschiedlich sein, doch bestehen hier im Erleben und im Handeln Gemeinsamkeiten. Und wenn man die Ursachen herausgefunden hat, dann ändern sich die Gedankenmuster erst einige Zeit später. Veränderungen dauern seine Zeit.

Es hat lange gedauert, die Dinge anzusammeln und es wird noch länger dauern, bis man weiß, was man davon nicht mehr braucht. Betroffene sollten sich daher auf längerfristige Teilnahme einstellen. Wenn Teilnehmer nicht mehr zu den Gruppentreffen kommen möchten, wäre es schön, wenn die Anderen davon unterrichtet werden und evtl. eine Begründung. z.B.: "Ich bin mit meiner Wohnung jetzt so zufrieden" oder "Ich will so bleiben und darum brauche ich nicht mehr zur Gruppe gehen" oder "Es hat sich herausgestellt, daß ich kein Messie bin, sondern die Unordnung andere Ursachen hat" ...